Presse


Wanderleiterin des pluspunktes sagt „Tschüss"

Es war schon etwas Besonderes: nach fast 15 Jahren leitete Irene Gläser nun ihre letzte Wanderung im pluspunkt. Ungefähr 150 Wanderungen hat sie in dieser Zeit durchgeführt. Die letzte Wanderung ging nun vom Chausseehaus nach Frauenstein. Und ca. 40 Wanderfreunde wollten es sich nicht nehmen lassen, ein herzliches „Auf Wiedersehen" an Irene Gläser zu senden.
Eine der Teilnehmerinnen sagte: "Mit Irene geht eine Wander-Ära im pluspunkt zu Ende. Mit ihr haben wir Wiesbaden und Umgebung kennengelernt, so wie wir es noch nicht kannten."
Andere Teilnehmerinnen hatten sogar ein Lied auf Irene Gläser geschrieben, in das alle Wanderfreunde mit Inbrunst einstimmten.
„Irene Gläser ist so etwas wie ein wandelndes Navi. Sie benötigt dazu allerdings keine Technik, sondern nutzt ihr Wissen und ihre hervorragende Orientierungsfähigkeit. Verlaufen? Nein, das haben wir uns mit Irene nie!" so eine andere Wanderin, „ ...und zum Abschluss jeder Wanderung hat sie immer ein gutes Restaurant reserviert. Dies war deshalb besonders schwierig, weil man nie wusste, wie viele Leute mit wandern würden!"
Ganz erfreut nahm Irene Gläser die Geschenke, ein von allen signiertes Foto und eine pluspunkt-Urkunde für ihr Tätigkeit als "SUPER-Wander-Leiterin" an.


 


Sternstunden auf der pluspunkt-Bühne mit Michael Senzig

Manchmal passt eben alles, ein hervorragendes Programm, glänzend aufgelegte Künstler, ein Thema, das von den Zuhörern aufgesogen wird und nicht zuletzt ein großes, aufgeschlossenes Publikum. Der Gemeindehaussaal der Paulusgemeinde platzte am vergangenen Freitag aus allen Nähten. Ca. 150 erwartungsfrohe Menschen waren gekommen, um Michael Senzig mit seinem „Joseph Schmidt-Abend" zu erleben. Begleitet wurde der Tenor von der Pianistin Maki Kojima (Tokio). Dieser Abend war nicht nur ein Liederabend, der den unvergessenen Stücken von Joseph Schmidt gewidmet war, sondern ein mit vielen Einfällen gespickter Theaterabend, der Joseph Schmidt „auferstehen" ließ. Dabei sang Michael Senzig die bekannten Arien Schmidts wie „Heut ist der schönste Tag in meinem Leben", „Lippen schweigen", „Schön ist die Welt", „Immer nur Lächeln" und viele andere auf großartige Weise. Man sagte Joseph Schmidt nach, dass er in vollkommener Leichtigkeit die höchsten Töne zu singen vermochte. Auch Michael Senzig war an diesem Abend stimmlich bestens aufgelegt. Er brillierte mit seinem tragenden Tenor und seinem augenzwinkernden Theaterspiel und hatte die Herzen, vor allem der Damen, im Sturm erobert! Aber auch die Biografie Joseph Schmidts blieb an diesem Abend nicht unerwähnt. Als Jude war er 4 Jahre vor den Nazis auf der Flucht und die Angst vor Deportation brachte Schmidt an den Rand seiner körperlichen Kräfte. In der Schweiz wurde er in das Flüchtlingslager Girenbad interniert und erlag am 16.11.1942 einer schweren Erkältung, die er sich im Lager zugezogen hatte. Senzig beendete sein Theater-Konzert deshalb auch mit dem Lied: „Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben!"
"Standing Ovations" der Zuschauer und 3 Zugaben beschlossen dieses Konzertereignis, das sicherlich als eine der Sternstunden auf der pluspunkt-Bühne im Gedächtnis bleiben wird!


 

 


Da sprangen die Küchlein in ihren Eierschalen - wenn Bilder zu Musik werden und umgekehrt

Wolfgang Nieß präsentierte die "Bilder einer Ausstellung" auf der pluspunkt-Bühne

„Eine Begegnung der Künste - Konzert mit Lesung und Bildpräsentation", so hieß es in der Ankündigung der pluspunkt-Bühne am vergangenen Freitag. Dieser etwas sperrige Text entpuppte sich als eine höchst amüsante und musikalisch hochstehende Aufführung mit dem Konzertpianisten Wolfgang Nieß.
Die Bilder einer Ausstellung von Modest Mussorgsky entstanden in Erinnerung an Gemälde von Viktor Hartmann. Mussorgsky übersetzte diese Bilder in Musik. Das besondere dieses Abends war, dass die Bilder während des Spiels von Wolfgang Nieß zu sehen waren. Diese „Rückübersetzung" ließ die Musik „in neuem Licht" erscheinen. Grandios gespielt und perfekt erklärt brillierte der seit 1993 als Dozent für Klavier am Peter-Cornelius-Konservatorium in Mainz tätige Konzertpianist, der regelmäßig bei internationalen Musikfestivals und auf zahlreichen Bühnen im In- und Ausland gastiert.
Als besonderes Highlight entpuppten sich Erik Saties Klavierstücke und Texte zu Illustrationen von Charles Martin „Sport und Vergnügen". Auch hier sah man die Zeichnungen, nach denen Satie seine sehr kurzen Klavierstücke (30 Sekunden bis 2 Minuten) geschrieben hat. Unglaublich kabarettistisch kamen hier die von Nieß gespielten und rezitierten Texte Saties herüber. Hier konnte der Pianist sein schauspielerisches Talent voll zur Geltung bringen. Ein echtes Kabinettstück!
Auf dem Programm standen weiterhin Robert Schumanns „Bunte Blätter" und Franz Liszts „Sposalizio".
Die Idee, Musik, Malerei und Dichtung zu einem Konzertabend zu vereinen ist so einfach wie genial. Wolfgang Nieß schaffte es, auch Menschen, die mit konzertanter Klaviermusik nicht so viel zu tun haben, zu erreichen! Dies bestätigte ein extrem langer Beifall des Publikums.
Wolfgang Nieß wird im 1. Halbjahr 2016 erneut auf der pluspunkt-Bühne multimedial zu sehen und zu hören sein, dann mit einem Abend zum Thema "Chapeau Chaplin - ein Künstlerleben zwischen Tramp und Rampenlicht" ... Musik für Violoncello und Klavier von Charlie Chaplin, gespielt und präsentiert von Ursula Kaiser (Violoncello) und Wolfgang Nieß (Klavier und Moderation).

 


Adventskonzert mit Ulrike Neradt und dem Vokalensemble „Ad libitum" auf der pluspunkt-Bühne

Zum Abschluss des Jahresprogramms lud der pluspunkt zu einem nun schon traditionellen Adventsevent am Freitag vor dem 3. Advent in die Ev. Pauluskirche Erbenheim ein. Die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt! Das Programm gestalteten das Vokalensemble „Ad libitum" unter der Leitung von Herbert Runge mit internationalen Advents- und Weihnachtliedern und Ulrike Neradt mit Gedichten und Geschichten rund um das Weihnachtsfest. Es wurde viel gelacht und gelauscht, perfekt vorgetragene mundartliche Kleinodien und berührende Chorsätze ... eine Mixtur, die Erinnerungen an die eigene Kindheit bei den Besuchern wachrief und Liedern, die zum Mitmachen einluden. Eine Besucherin sagte zum Schluss, nachdem die Akteure um einige Zugaben nicht herumkamen: „Nun kann es Weihnachten werden, mein Herz ist nach diesem Nachmittag voller Freude!"


 


Erbenheimer Anzeiger 28.11.2014

„Himmlisch Hessisch zum Doodlache" - Rainer Weisbecker auf der pluspunkt-Bühne

Rainer Weisbecker, seines Zeichens Liedermacher und Mundartdichter aus Frankfurt, en waschechte Frankforter Bub halt, gastierte am vergangenen Freitag auf der pluspunkt Bühne der Ev. Paulusgemeinde Erbenheim. Der Saal war bis auf den letzten Platz mit erwartungsfrohem Publikum gefüllt. Ein Mann, eine Gitarre, eine Mundharmonika und eine Reise in „himmlische und höllische Gefilde" mit Witz und Augenzwinkern erwarteten die Zuschauer. Rainer Weisbecker, ehemals Verwaltungsangestellter und immer schon Bluesgitarrist bei unterschiedlichen Bands, berichtete, dass auch im Jenseits die himmlischen Heerscharen leidenschaftlich Fußball spielen, das Fegefeuer ein durchaus heiß ersehnter Ort sein kann und im Himmel kaum geheiratet wird, weil dort so wenig Pfarrer anzutreffen sind. Himmlisch erfrischend und höllisch gut waren die Texte und das Gebabbel des gebürtigen Niederräders. Warum man vielleicht lieber in die Hölle statt in den Himmel möchte, sang der gesamte Saal mit Inbrunst mit: „Isch will da nit nuff und isch will nit da noi, weil die Höll soll e Ebbelwoikneip sei!"
Ein höchst amüsanter Abend ging mit der Frankfurter Nationalhymne zu Ende: „Die Frau Rauscher aus de Klappergass" ... und alle stimmten ein!

 


 


Wiesbadener Kurier / Lokales / Wiesbaden / Wiesbaden Stadtteile / Erbenheim

Erbenheim16.10.2014
Werner Helbig zeigt am 24. Oktober Schwarz-Weiß-Porträts aus 28 Jahren pluspunkt-Geschichte /

Abends mit „Tango Transit"

Von Elke Baade
ERBENHEIM -
Seine erste Kamera war eine Voigtländer Prominent, da war er noch ein Steppke und ließ sich vom Vater inspirieren, lernte richtiges Sehen und die Technik. Mittlerweile fotografiert Werner Helbig natürlich digital und hat mit seiner Sony Spiegelreflexkamera und diversen Objektiven wohl an die 100 000 Fotos allein bei seiner Arbeit im pluspunkt, dem Treff nicht nur für Ältere, geschossen.
Besondere Momente
Bilder zur Dokumentation seiner Arbeit, aber auch künstlerische Aufnahmen. Vor allem die unzähligen Fotos von Menschen, die er in ganz besonderen Momenten „erwischt" hat, haben es ihm angetan. Viele lachende Gesichter hat er eingefangen, freundliche Augenblicke, die „Lust am Leben" ausstrahlen.
So heißt auch die Ausstellung, die Helbig nun zusammengestellt hat. Fiel die Auswahl nicht schwer bei so vielen Aufnahmen? Helbig lacht und sagt: „Manche Fotos haben sich in meinem Kopf eingebrannt, weil sie Geschichten erzählen. Und ich habe ohnehin ein gutes Bildgedächtnis", erklärt der 59-Jährige.
Als er sich am PC durch den riesigen Schatz an Fotos klickte, ging er sehr spontan vor: „Ich denke dabei nicht viel, vertraue meiner Intuition." Und so hat er schließlich 50 aussagekräftige Porträts und Situationen ausgewählt, Ausschnitte festgelegt, und die Farbe in Schwarz-Weiß umgewandelt. „Damit wollte ich ein bisschen die Distanz der Zeit reinbringen. Und Schwarz-Weiß wirkt einfach intensiver, emotionaler", erklärt er. Das weiß er auch aus seiner Zeit als 20-Jähriger, als er bei der Jugendarbeit im Keller des Gemeindehauses ehrenamtlich ein Fotolabor betreute.
Nun ist er gespannt auf die Reaktionen des Publikums, vor allem derjenigen, die auf den Fotos zu sehen sein werden. Klar, dass sie alle ihr Einverständnis gegeben haben und persönlich zur Eröffnung eingeladen wurden. „Einige sind leider nicht mehr unter uns", bedauert Helbig. Sicher werden alte Erinnerungen hochkommen, melancholische und lustige, Erlebnisse einzelner Reisen ausgetauscht werden.
„Eine Brücke bauen, das Zwischenmenschliche fördern," will der Sozialpädagoge, der als kompetenter und herzlicher Begleiter der pluspunkt-Reisen längst auch über Erbenheim hinaus bekannt und beliebt ist. Der allererste Urlaub führte ihn übrigens mit den Eltern nach Katzenelnbogen, heute kennt er unzählige Flecken der Erde: Die Neugier auf die Welt hat ihn zum „Reiseonkel" gemacht, von der Tauber bis nach Peru führt er die pluspunkt-Teilnehmer. Und erlebt dabei immer wieder, wie sie das Kind in sich rauslassen, auch wenn sie „manche Last des Alters auf dem Buckel haben".
Solche Momente hat er eingefangen, in der Ausstellung sollen sie nun auch beim Betrachter positive Lebensgefühle auslösen. Dass die Fotos nur an einem Tag zu sehen sein werden, ist Absicht: Es sind ja Momentaufnahmen, flüchtig wie ein Augenblick. Der Begriff Ausstellung sei eigentlich nicht richtig: „Es ist eher ein Happening der Freude". Mit Fotos, die die Lebenseinstellung vom „halb vollen Glas" symbolisieren, meint Helbig lächelnd.
Dazu passt das abendliche Konzert mit dem Trio „Tango Transit": Um 19 Uhr stehen die Musiker (Akkordeon, Kontrabass, Schlagzeug) mit ihrem neuen Programm „Akrobat" auf der Bühne des Gemeindehauses. Und wollen auf ihre ganz eigene Art Emotionen und Energie zum Ausdruck bringen - irgendwo zwischen Jazz und Tango. Ansteckende Momente, voller Lust am Leben.
Die Ausstellungseröffnung ist am Freitag, 24. Oktober, um 11 Uhr, im Gemeindehaus an der Lilienthalstraße 15 in Erbenheim. Zu sehen bis 17 Uhr, danach beim Konzert mit „Tango Transit" (Eintritt frei, Spenden erbeten).


Duo Camillo entfacht Feuer auf der pluspunkt-Bühne

Es war schon ein bemerkenswerter Abend, den das Duo Camillo (Martin Schultheiß und Fabian Vogt) den ca. 100 Besuchern der pluspunkt-Bühne am vergangenen Freitag darbot.
Musikkabarett vom Feinsten, das sich kritisch mit Kirche, Glauben und Leben auseinandersetzte, ohne belehrend zu wirken. Die Texte und Lieder, alle tiefsinnig, mit ausgesprochen viel Humor gewürzt, luden die Zuhörer zum Mitdenken, Lachen und teils auch zum Mitsingen ein. Die komödiantische Art beider Akteure entzündete ein Feuer der guten Laune, das sofort auf das Publikum übersprang. Sogar eine „Erbenheim Hymne" wurde von Fabian Vogt aus willkürlich vom Publikum zugerufenen Begriffen in bester Stehgreif-Manier kreiert .... und das im Reggae-Rhythmus! Der absolute Knaller!
Sehr kritisch setzte sich das Duo mit verstaubten Traditionen und frömmelndem Verhalten bei „Kirchens" auseinander. Auch die Kollegen von Fabian Vogt (seines Zeichens Gemeindepfarrer) bekamen ihr Fett weg ... und das nicht zu knapp!
Es geht bei allem um das Wesentliche: nicht um alte Zöpfe, Pseudo-Wahrheiten, heiliges Getue oder ideologisch Gefärbtes, sondern um Liebe, Vertrauen, Hoffnung .... und Freude am Leben! Ein wirklich „erfreulicher Abend" ging mit einem gut gelaunten Publikum und vielen neuen Denkanstößen zu Ende.
Bravissimo!

 


 

 

Wiesbadener Kurier/ Tagblatt 12.05.2014

 

 

 

VORORT    Wiesbadener Kurier. Wiesbadener Tagblatt/ Donnerstag, 07.11.2013

Erbenheim spielt als Kulisse mit

Werner Helbig vom Pluspunkt Wiesbaden-Erbenheim setzt seit Neuestem auch auf Kultur

07.11.2013 - ERBENHEIM


Von Michaela Luster

Die Idee, Kulturveranstaltungen ins Programm des Pluspunkts aufzunehmen, hatte der Leiter Werner Helbig immer mal wieder. Irgendwann war die Idee dann reif und Ende August ging die erste Veranstaltung über die Pluspunkt-Bühne. Victor und Mario Gesiarz aus Frankfurt präsentierten Klezmermusik und Texte von Friedrich Stoltze aus der jüdischen Gemeinde Frankfurt.

„Ganz tolle Musiker"

Ein gelungener Abend. „Der Saal war voll", sagt Werner Helbig. Im September kam das Kirchenkabarett „Böhmer & Wohlfahrt" - wieder ein Erfolg. Am 13. Dezember, 15 Uhr, steht jetzt noch „Engelrausch II" an. Tango Transit präsentiert neuen Winterjazz, ungewöhnliche Weihnachtslieder in der Pauluskirche (Ringstraße). „Ganz tolle Musiker" seien Martin Wagner (Akkordeon), Hanns Höhn (Kontrabass) und Andreas Neubauer (Schlagzeug), schwärmt Helbig.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei, das ist Konzept. Spenden sind aber hocherwünscht. Mit der Bühne will Helbig auch immer häufiger raus aus dem Gemeindesaal. „Wir wollen Orte Erbenheims ins Spiel bringen", sagt der bald 59-Jährige. „Erbenheim soll als Kulisse mitspielen." Diese Idee lässt sich allerdings gar nicht so einfach umsetzen. Es fehlt an Helfern. Leuten, die bei der Organisation mitmachen, die vielleicht mal moderieren, sich mit der Technik auskennen oder einfach nur gute Einfälle haben. Das dürfen gern auch Jüngere sein. „Zurzeit mache ich noch fast alles allein", sagt Helbig. Fremd ist ihm das nicht: Helbig ist selbst Musiker, spielt Klavier und singt, war jahrelang Chorleiter.

Kirchliche genau so wie weltliche Veranstaltungen will der Sozialpädagoge ins Programm nehmen. Sehr gern würde er mal das Babenhäuser Pfarrerkabarett nach Erbenheim holen. Und eine Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Musik der Universität Mainz schwebt ihm auch vor. An Ideen mangelt es nicht, höchstens an Zeit und Unterstützern.

Neben der Pluspunkt-Bühne mit Musik und Kabarett gibt es auch noch die Pluspunkt-Lesebühne. Auf der ist etwa am 9. Mai die frühere VorOrt-Redakteurin Elke Baade zu Gast. Die Journalistin kommt mit ihrem „Gebabbel" ins Heimatmuseum in der Wandersmannstraße.

Werner Helbig hat den Pluspunkt 1986 mitbegründet. „Die Idee war, auf kirchlicher Ebene eine offene Arbeit für älter werdende Menschen anzubieten", sagt der Erbenheimer. Offen bedeutet, dass man keiner Kirche angehören muss, um beim Pluspunkt aktiv zu sein. Offen bedeutet aber auch, dass jeder seine Vorschläge und sein Wissen einbringen kann: „95 Prozent der Angebote im Programm stammen von den Leuten selbst." Der Pluspunkt schlug ein, denn auch schon in den 80er Jahren war der Anteil an Älteren in der Erbenheimer Bevölkerung recht hoch.

Mittlerweile liegt die Altersspanne der Teilnehmer zwischen 35 und 95 Jahren. „Das geht längst über das Thema, nicht über das Alter", sagt Helbig. Und die Teilnehmer kommen nicht nur aus Wiesbaden. Helbig stellt sogar das Pluspunkt-Konzept als Erfolgsmodell in anderen Kommunen vor. Sehr beliebt sind seine Reisen. Da geht es zum Wandern nach Madeira, zu den Inkas nach Peru oder nach Afrika. Eine Idee Helbigs hat jedoch gefloppt: die Besteigung des Kilimandscharo für Ältere. „Da haben sich nach dem Informationsabend, bei dem wir auch auf die Gefahren und die körperliche Belastung hingewiesen haben, nur ganz wenige angemeldet", erinnert sich Helbig. Zu wenige für eine organisierte Tour. Doch Helbig, der seit Jahren Berge besteigt, hat den Traum für sich selbst noch nicht beerdigt. „Das will ich mir zum 60. Geburtstag schenken."

Die nächsten Termine:

Freitag, 28. Februar, 15 Uhr, Gemeindehaus: Der Fastnachter Ralph Keim liest aus seinem Roman „Fastnacht in Mainz"

Freitag, 11. April, 19 Uhr, Gemeindehaus: „Gefährliche Lieb(d)schaften", Wolfgang Nieß (Piano) und Ulrike Wesely (Cello/Gesang)

Freitag, 9. Mai, 19 Uhr, Heimatmuseum, Wandersmannstraße 25: „Gebabbel und mehr mit Elke Baade", Journalistin

Freitag, 13. Juni, 19 Uhr, Gemeindehaus: „Wir sind so frei", Kabarett, mit Ulrike Neradt, Klaus Brantzen und Jürgen Streck

Freitag, 12. September, 19 Uhr: „Duo Camillo", Musikkabarett






Standing Ovations in der Pauluskirche bei Engelrausch

Der pluspunkt lud am vergangenen Freitag in die Pauluskirche zu einem „etwas anderen" Adventskonzert. Zu Gast war das Jazz-Ensemble Tango Transit mit seinem Programm „Engelrausch". Schon die Besetzung des Trios machte neugierig: Akkordeon, Kontrabass und Schlagzeug. Und die Inhalte des Programms versprachen durchaus Experimentierfreude: Weihnachtlieder im Jazzformat.
Pünktlich um 15.00 Uhr fing es an zu schneien und der Platz um die Pauluskirche wurde in ein weißes Schneekleid gehüllt. Eine perfekte Kulisse für den nun folgenden „Winterjazz". Die Kirche war gut gefüllt und die Zuhörer gespannt, was da nun auf sie zukommen möge. Zwischen Krippe und unter dem Herrnhuter Stern der Kirche stelle sich das Trio auf und begann mit dem Weihnachtsschlager „Fröhliche Weihnacht überall". Sofort wurde deutlich, dass Tango Transit hier etwas Besonderes gelingt: verstaubte Tränenseligkeit von Weihnachtsweisen aus dem 19. Jahrhundert in frische und ungekünstelt ehrliche Musik zu verwandeln, die ihres gleichen sucht. Bei den Rhythmen, die sich von Tango über Swing bis zum Blues erstreckten, konnte kein Zuhörer ruhig sitzen bleiben. Überall wippten im Takt der Musik die Köpfe und Füße!
Der musikalische Kopf des Trios, Martin Wagner, verschmolz nahezu mit seinem Instrument, dem Akkordeon. Unglaubliche Jazzläufe wechselten sich mit sensiblen Improvisationen ab. Der Kontrabassist Hanns Höhn stellte nicht nur das musikalische Fundament des Trios dar, sondern wurde zeitweise zum Solisten, der mit dem Akkordeon in einen höchst amüsanten und verwobenen Dialog eintrat. Musikalische Kommunikation vom Feinsten.
Die Zuhörer waren zudem Zeugen einer Premiere. Engelrausch wurde in den vergangenen Jahren immer als Duo gespielt: Akkordeon und Kontrabass. Am Freitag kam in der Pauluskirche zum ersten Mal der Schlagzeuger Andreas Neubauer hinzu. Ein Musiker mit hohem Einfühlungsvermögen, der ebenfalls die hohe Kunst der Improvisation und des musikalischen Dialogs beherrscht. Eine echte Bereicherung für den Engelrausch!
Stille Nacht als letztes Stück des Konzertes wurde zu einem Fest: hier zogen Wagner, Höhn und Neubauer nochmals alle Register ihres Könnens und rissen das begeisterte Publikum zu Beifallsstürmen und Standing Ovation hin.
Ein Konzert der Sonderklasse ging nach einer Zugabe zu Ende und die Zuhörer wurden in das winterliche Erbenheim entlassen, wo es vor der Kirche noch ein Glas heißen Apfelweins zu genießen gab.


Zur sagenumwobenen Inka-Zitadelle
09.10.2013 - ERBENHEIM

Pluspunkt-Reise führt im Mai 2014 nach Peru / Werner Helbig berichtet von der jüngsten Fahrt nach Usbekistan
(red). Der Pluspunkt der evangelischen Paulusgemeinde bietet vom 17. bis 30. Mai nächsten Jahres eine Erkundungsreise nach Peru an. Der Ablauf der Reise sieht folgendermaßen aus: Der Flug führt zunächst über Lima nach Arequipa. Von dort geht es in den Colca Canyon, wo die Anden-Condore beobachtet werden können. Der Titicaca-See ist das nächste Reiseziel. Hier werden das Volk der Uros auf den schwimmenden Schilfinseln und eine Bauernfamilie auf der Insel Capachica besucht. Über den La Raya Pass in 4500 Meter Höhe geht es in das Urubamba-Tal. Dort werden Ollantaytambo, mit dem Sonnentempel und der Terrasse der „zehn Nischen" besichtigt. Danach erkunden die Teilnehmer in Chinchero die Überreste des königlichen Hauses von Tupac Inca Yupanqui und besuchen eine einheimische Weberfamilie. Im Panoramawagen eines Zuges führt die Reise zur sagenumwobenen Inka-Zitadelle Machu Picchu, die inmitten mächtiger Berge auf rund 2400 Meter Höhe liegt. Die Hauptstadt des Inka-Reiches Cuzco steht auf dem weiteren Besichtigungsprogramm. Den Abschluss der Reise bildet die Hauptstadt Lima.
Im September waren 26 reiselustige Teilnehmer im Alter von 56 bis 86 Jahren unterwegs auf der klassischen Route entlang der legendären Seidenstraße in Usbekistan. Die Reise startete in der Hauptstadt Taschkent. Weiter ging es zur Hauptstadt Timurs nach Samarkand. Diese galt in früheren Zeiten als schönste und bedeutendste Stadt der Erde. Bis heute hat Samarkand kaum etwas an Reiz verloren.
Ein Ort der besonderen timuridischen Baukunst ist die Gräberstadt Shah-e Sende. Majolika-Kacheln von größter Schönheit schmücken hier die Wände dieser Grabstätten, um die sich zahlreiche Legenden ranken. Dem Geburtsort Timurs Shar-e Sabs wurde auf der Weiterfahrt ein Besuch abgestattet.
Buchara war die nächste Stadt auf der Reise entlang der Seidenstraße. Zahlreiche Medresen und Moscheen, darunter eine der ältesten Pfeilermoscheen des Landes waren zu bestaunen und dies bei 40 Grad Hitze. Durch die Wüste ging die Fahrt weiter nach Chiwa, das mit seinen 50 Baudenkmälern von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Enge Gassen, Häuser aus ungebrannten Ziegeln, reich verzierte Moscheen, Medresen, Mausoleen und Paläste bestimmen noch heute das Stadtbild.


VORORT Donnerstag 19.09.2013

Wenn der Lok-Doc Sprechstunde hat

Neues Angebot beim Pluspunkt: Lok-Doc Johannes Willemsen repariert defekte Modellbahnen

Von Elke Baade


Wer zu dieser Sprechstunde kommt, schaut einfach rein - ohne Anmeldung, ohne Kärtchen, ohne ewiges Herumsitzen im Wartezimmer. Und der Doc lässt alle gemeinsam zuschauen, wenn er „operiert".
Johannes Willemsen hat etwas vom Onkel Doktor aus dem Bilderbuch - mit seinem aufmerksamen Blick, dem weißen Haar und seiner geduldigen Art. Fremd ist ihm die Medizin tatsächlich nicht, denn von Hause aus ist er OP-Fachpfleger. Mit ruhiger Hand und viel Fingerspitzengefühl nimmt er sich der „Patienten" an, die ihm diesmal, beim ersten Lok-Treff, vorbeigebracht werden.
Berufswunsch Lokführer
Willemsen, gebürtiger Niederländer, ist seit Dezember 2012 ehrenamtlich beim Pluspunkt-Kleinreparatur-Dienst „Rentner helfen Rentnern" als Fahrer aktiv. In einem Gespräch mit Pluspunkt-Leiter Werner Helbig entstand im Frühjahr die Idee, einen Reparatur-Service für Modelleisenbahnen anzubieten - denn davon versteht Willemsen eine ganze Menge.
Natürlich wollte er als Kind Lokführer werden, dreimal in der Woche zog es ihn zum Bahnhof von Arnheim. Mit 13 Jahren bekam er endlich seine ersehnte Modellbahn. Seinem allerersten Berufswunsch kam er als Erwachsener doch noch ganz nah: Nach einer speziellen Ausbildung und Prüfung gehört er dem „Club der Ehrenlokführer" an und darf - unter Aufsicht - eine Schmalspur-Dampflok führen.
Beim ersten Lok-Treff waren die Eisenbahn-Liebhaber unter sich. Elf Männer im besten Alter waren gekommen, fast alle hatten durch VorOrt vom neuen Angebot erfahren. Und obgleich sie sich nicht kannten, war schnell jede Menge Gesprächsstoff gefunden - von Kunststoffzahnrädern über Metallgehäuse bis zur Digitalisierung.
Spätestens als die mitgebrachten „Schätzchen" ausgepackt wurden, begann das Fachsimpeln. Claus Klewitz aus Rambach hatte unter anderem seine Minitrix E44 dabei, eine grüne E-Lok, bei der das Licht defekt war. Ein Klacks für den Lok-Doc.
Eine große schwarze Lok packte Wilfried Szameit aus Naurod aus. Sie ist rund 40 Jahre alt und sprüht Funken - für den defekten „Schleifer" suchten die Männer gemeinsam nach einer Lösung. Karl Heinz Schaubach war aus Nordenstadt gekommen. Seit 35 Jahren ist er ein echter Eisenbahn-Freak. Er stammt von der Bergstraße, hatte dort einen Lok-Helfer und freut sich, endlich auch hier eine Anlaufstelle gefunden zu haben.
Seine „kranke" Lok nahm Willemsen mit nach Hause - da ist eine größere „OP" nötig. Gut gelaunt zog Schaubach ab, mit zwei Waggons und einem Weichenstück aus dem Fundus des Doc. „Es wäre schön, wenn sich hier eine feste Runde bilden würde", meinte er. Wiederkommen will auch Eckhardt Knobloch. „Die Gesellschaft hier ist gut", sagte der Auringer. Nein, eine Anlage hat er nicht, seine Schätze aus mehr als 40 Jahren Sammler-Zeit hat er in Vitrinen untergebracht.
„Ich bin kein richtiger Eisenbahnfreak, befasse mich mehr mit moderner Technik", gestand Günter Gerstenköper. Aber in seinem Keller steht seit den 60er Jahren eine Schienenrunde, die er vielleicht mal seinen Enkeln vermachen will. Der Erbenheimer packte aus - Triebwagen, Tenderlok und Schlepptenderlok, wie die anderen fachmännisch feststellten. „Die Bezeichnungen kannte ich gar nicht", sagte Gerstenköper lachend. „Hier lerne ich noch was dazu", freute er sich. Doc Willemsen untersuchte die drei „Patienten", schnelle erste Diagnose: „Kabelbruch".




Frankfurter Rundschau 04. DEZEMBER 2012

Wiesbaden
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REPARATURDIENST Hilfe bei den Alltagsnöten

Von MIRJAM ULRICH

Rentner Walter Neder (77) war Elektriker - im "Pluspunkt" kann er seine Fähigkeiten weiter einsetzen. Foto: peter-juelich.com
Beim Kleinreparaturdienst im Erbenheimer „Pluspunkt" machen Profis Kaputtes heil. Die Kunden bezahlen nur das Material.
Die Herstellerfirma schrieb ihr lapidar, da sei nichts mehr zu machen, sie solle eine neue Lampe kaufen. Dabei habe ihre Pendelleuchte wahrscheinlich nur einen Wackelkontakt, vermutet Gilla Kuras. „Früher hat mein Mann alles repariert, aber der ist jetzt schwerstpflegebedürftig und kann es nicht mehr", sagt sie. Statt eine neue Lampe zu kaufen, bringt die Wiesbadenerin ihre kaputte zum Kleinreparaturdienst „Rentner helfen Rentnern" im Gemeindehaus der Evangelischen Paulusgemeinde in Erbenheim. „Vorige Woche haben mir die Handwerker dort schon zwei alte Müslimühlen wieder flott gemacht", erzählt sie.
Die Werkstatt befindet sich im Keller des Gemeindehauses. Es riecht nach Holz und Leim, von der Decke hängen ordentlich aufgerollte Kabel. Auf den Tischen liegen kleine und große Schraubendreher, Zangen und anderes Werkzeug. An einem der Tische sitzt Walter Neder und tüftelt an einer kleinen Nähmaschine, die nicht mehr läuft. „Wir rätseln manchmal auch, wo das Problem liegt, weil es alte Sachen sind", sagt er. Der 77-Jährige war Elektriker von Beruf. Im Ruhestand arbeitet er ehrenamtlich zweimal die Woche beim Kleinreparaturdienst. Ob kaputte Bügeleisen oder wacklige Stühle, er und die anderen fünf Handwerker kümmern sich um solche kleinen Nöte des Alltags.
„Die Reparaturen sind oft zeitaufwendig und dadurch teuer", sagt Walter Neder, „bei uns fällt das nicht an". Denn „Kunden" wie etwa Gilla Kuras bezahlen nur das benötigte Material. Viele von ihnen spenden jedoch und helfen so, die Werkstatt zu unterhalten.
Erfolg im hohen Alter
Bevor „Rentner helfen Rentnern" 1991 startete, wurden Vereinbarungen mit der Handwerkskammer getroffen. So reparieren die Mitarbeiter nicht vor Ort, Dinge wie tropfende Wasserhähne seien also tabu, stellt Werner Helbig klar. Der Sozialpädagoge leitet „Pluspunkt - der Treff nicht nur für Ältere", zu dessen Angeboten der Kleinreparaturdienst zählt. Dessen Träger sind die Paulusgemeinde und das Dekanat.
„Durch die Werkstatt öffnet sich die Kirchengemeinde", erläutert Helbig. „Auch für Leute, die mit Kirche nichts mehr am Hut haben." Konfessionszugehörigkeit oder Alter spielen keine Rolle. Bei der offenen Arbeit des Pluspunkts gehe es darum, Menschen, die sich sonst nicht kennen würden, in Kontakt zu bringen, „damit sie miteinander ein Stück Lebensweg gehen". Darum freue es ihn besonders, dass die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) „Rentner helfen Rentnern" Ende September mit dem „Preis für die Vernetzungsleistung im Alltag" auszeichnete.
Der Kontakt mit anderen ist einer der Gründe, warum Alfred Wagner sich seit 1996 beim Kleinreparaturdienst engagiert. Der 81-Jährige ist alleinstehend. „Man hat noch so viel Energie und Wissen, dass andere gar nicht haben", sagt er und schaut durch eine Lupe auf ein winziges Fahrradbirnchen. Vor ihm auf dem Boden steht ein weißes Damenfahrrad auf dem Kopf, das er überholt hat. Die Arbeit gebe einem gewisse Erfolgserlebnisse, die brauche man schließlich auch.
Mitunter scheitern er und seine Kollegen aber an den fehlenden Ersatzteilen. „Da heißt es, man soll Ressourcen schonen und nicht immer alles gleich wegwerfen, und dann kann man es nicht reparieren, weil es dafür keine Teile mehr gibt", bedauert Wagner. Dass viele Gegenstände aus Plastik sind, mache es ebenfalls schwierig. Sie lassen sich oft nicht öffnen und deshalb auch nicht instand setzen. Gilla Kuras ist dennoch vom Kleinreparaturdienst begeistert: „Es ist eine tolle Einrichtung - woanders bekommen Sie die Sachen gar nicht mehr repariert."

Der Kleinreparaturdienst an Haushaltsgeräten und Kleinmöbeln ist kostenfrei, es fallen nur Materialkosten an. Spenden willkommen.
Die Werkstatt befindet sich im Gemeindebüro der Evangelischen Paulusgemeinde, Lilienthalstraße 15, Telefon 0611/7242512.
Die Annahmezeiten sind montags und mittwochs von 10 bis 12 Uhr. Die Winterpause dauert vom 15. Dezember 2012 bis zum 19. Februar 2013.
Ein Fahrdienst holt und bringt einmal wöchentlich die Reparaturgegenstände innerhalb Wiesbadens. Die Kostenbeteiligung beträgt pro Fahrt drei Euro.
Der Pluspunkt bezeichnet sich als „Treff nicht nur für Ältere", die Veranstaltungen stehen daher auch Jüngeren offen. Zu den Angeboten zählen auch das Schreibbüro „Schwarz auf Weiß", das beim Schriftwechsel mit Ämtern hilft, und das Büro „Zeit-Tausch Wiesbaden".


Das ist der Hammer - Kleinreparatur-Dienst „Rentner helfen Rentnern" gewinnt Jury-Preis

Frische Impulse für die Arbeit in den Evangelischen Gemeinden sollte der EKHN-Tag am 22.September in den Rhein Main Hallen geben. Mehr als 300 Besucher nahmen das breitgefächerte Programm dieser Veranstaltung wahr. Herzstück der Veranstaltung war eine Ideenmesse, auf der sich 111 ausgewählte Projekte den Besuchern präsentierten. „Zur Nachahmung empfohlen" war hier das Motto.
Der Kleinreparatur-Dienst „Rentner helfen Rentnern" des pluspunktes (Träger: Ev. Paulusgemeinde Erbenheim) war ebenfalls mit einem Stand vertreten. Die Handwerker hatten eine Werkbank mitgebracht und veranstalteten Schaureparaturen. Das Faltblatt mit der Überschrift „Das ist der Hammer" wurde zum Anlass genommen, die Besucher des EKHN-Tages anzusprechen. Meist huschte ein freundliches Grinsen über die Gesichter, wenn der Slogan an die Vorbeigehenden gerichtet wurde ... und Neugierde machte sich breit. Das kaputte Bügeleisen oder der wackelnde Stuhl, die für viele Menschen im Alltag ein echtes Problem darstellen, werden ohne wenn und aber kostenlos von den Handwerkern in der Werkstatt des Gemeindehauses repariert. Hier kommt man mit „den Kunden" ins Gespräch, Neugierde auf andere Veranstaltungen der Gemeinde entsteht und Kirche öffnet sich. Viele Kirchenvorstände nahmen diese Idee mit nach Hause... man darf gespannt sein, ob die ein oder andere Gemeinde ein ähnliches Projekt ins Leben ruft!


Um 17.00 h, also am Ende der Veranstaltung, kamen zwei Mädchen an den Stand der Handwerker und sagten, die Mitglieder des Kleinreparatur-Dienstes sollen schnell in den großen Saal der Rhein-Main Halle kommen. Dort warteten sehr viele Menschen und Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, um dem Kleinreparatur-Dienst einen der 2 Jury-Preise zu verleihen: den Preis für die Vernetzungs-Leistung im Alltag. Eine große Freude und Anerkennung für ein Projekt, dass es seit 1991 erfolgreich im pluspunkt der Ev. Paulusgemeinde gibt.


 


Aquarelle im Stroh - toller Erfolg der Bilderausstellung im Hof Erbenheim

Um 11.00 Uhr war die Scheune auf Hof Erbenheim mit ca. 150 Menschen gefüllt, die alle die „Aquarelle im Stroh" des offenen Maltreffs im pluspunkt bewundern wollten. Mehr als 130 Bilder sind zu sehen, sowohl von der Stilistik, als auch von der Thematik an Unterschiedlichkeit kaum zu übertreffen. Begeisterung löste die wunderschön ausgeleuchtete Scheune des Hofes Erbenheim aus ... so bunt geschmückt mit farbenfrohen Bildern hatte mal eine Scheune noch nicht gesehen. Ralf Schaab meinte, dass dies die beste Werbung sei, Landwirtschaft bunt und abwechslungsreich darzustellen. Er war sofort, nach der Anfrage des pluspunktes bereit, seine Scheune für ein solches Kunst-Event zur Verfügung zu stellen. Natur und Kunst können sich sehr gut gegenseitig befruchten. Dies kann man auch an einer Reihe von Bildern sehen, die tatsächlich Motive aus der Landwirtschaft und der Natur aufgreifen. Pferde, Katzen, Bäume, Blätter und vieles mehr sind da zu sehen. Aber auch viele andere Motive stehen und hängen vor Strohballen und Holzpaletten: Abstraktes und Skurriles sind da zu finden, Landschaften und Menschen. Man könnte fast sagen: die Welt in einer Scheune.

Die 17 Malerinnen und Maler des „Offenen Maltreffs" im pluspunkt haben unterschiedliche Vorerfahrungen. Da gibt es die Anfängerin, die Freude am Gestalten mit Farbe und Form hat ebenso, wie die Hobby-Malerin, die bereits viele Jahre Bilder malt. Und die Qualität der Bilder kann sich durchweg sehen lassen! Einige der Gemälde haben Galerie-Qualität. Geleitet wird der Offenen Maltreff von Gisela Sievers-Dörner, die mit viel Freude und Freundlichkeit jeden einzelnen Teilnehmer bei seinen Fähigkeiten abholt und sensibel fördert. Spaß haben die Damen und Herren auf jeden Fall beim Malen und toll ist die Ausstellung, die bis Samstag läuft, alle Mal geworden. Eine letzte Möglichkeit, die Bilder zu sehen, besteht am Samstag, den, 24.11.2012 von 9 - 14.00 Uhr. Mit einer Finissage schließt die etwas „andere" Aquarell-Ausstellung um 11.00 Uhr ihre Pforten - aber nicht ohne mit der ein oder anderen Überraschung aufzuwarten. So findet beispielsweise eine Malaktion aller Künstler statt. In einer amerikanischen Auktion werden dann die entstandenen Bilder versteigert. Der Bieter mit dem letzten Euro im Körbchen erhält das Bild. Außerdem ist für das leibliche Wohl gesorgt!


Turbulente Finissage der Bilderausstellung „Aquarelle im Stroh"

Mit einer turbulenten Finissage schloss die Bilderausstellung des offenen Maltreffs im pluspunkt am vergangenen Samstag ihre Pforten. Die Scheune des Hofes Erbenheim war noch einmal gut mit Interessenten gefüllt, die bei herrlichem Wetter den Weg zum Aussiedlerhof Schaab gemacht hatten. Mit Schnittchen und hofeigenem, prickelnd lustvollem Obstsekt bewaffnet schlenderten die Besucher durch die hell erleuchtete Scheune. Die Aquarelle erstrahlten noch einmal in ihrer ganzen Farbigkeit vor dem Hintergrund von Stroh, Holzpaletten und Obstkisten.
Gisela Sievers-Dörner (Leiterin der offenen Maltreffs) hatte sich etwas ganz Besonderes zum Abschluss ausgedacht: eine Live-Malaktion aller Künstler. Nacheinander traten die Malerinnen und Maler an eine Staffelei und zauberten jeweils eine Frucht in Aquarell auf das Papier. Diesen etwas durcheinander geratenen Obstkorb brachte Gisela Sievers-Dörner mit ein paar gekonnten Schattierungen und Eingrenzungen in Form, sodass sich die Einzelteile plötzlich zu einem Großen und Ganzen zusammenfügten. Das Staunen der umringenden Besucher über diese gekonnte Aktion war groß! Nun übernahm Ralf Schaab das Mikrofon und in einer Turbulenten amerikanische Versteigerung wurde das Bild an die neue stolze Besitzerin gebracht!
Viel Spaß und gute Laune beschlossen damit eine Ausstellung, die eine große Besucherschar anlockte und deutlich machte, das Hobbymaler hervorragende Bildqualität abliefern können. Hof Erbenheim erwies sich dabei als ein Rahmen der besonderen Art und hat sich damit einen Namen als temporär bäuerliche Galerie gemacht!
Ein „Bravo" allen Beteiligten!


Kleinreparatur-Dienst "Rentner helfen Rentnern" bei "Kreuz und quer" im

Kirchenmagazin von FFH

02 REG WI Erbenheim-Werkstatt 

Mit freundlicher Genehmigung von:

http://ev-medienhaus.de/page/PAK/214


pluspunkt im „Land des Lächelns" unterwegs - Thailand

Zu den Höhepunkten Thailands führte die Rundreise, die der pluspunkt mit 20 Menschen im Alter von 41 bis 86 Jahren im Februar 2013 durchführte. Mit dem Airbus A 380 ging es aus dem deutschen in den thailändischen Winter nach Bangkok .... allerdings mit 30 Grad Unterschied.
Die 8,5-Millionen-Metropole präsentierte sich mit Verkehrschaos, Hochhaustürmen, dazwischen buddhistischen Tempeln, dem Königspalast und den Klongs, an denen die ärmeren Stadtbewohner leben. Vom höchsten Hochhaus Thailands, dem Baiyoke II Tower, mit immerhin 309 m Höhe war der Blick auf das nächtliche Bangkok überwältigend. Ein Besuch des Blumenmarktes bei Nacht war ebenfalls ein besonderes Seh- und Dufterlebnis. Der folgende Tag war den Highlights von Bangkok gewidmet: Königspalast, Wat Arun (Tempel der Morgenröte), Wat Po und Wat Phra Keo gehören zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten der thailändischen Hauptstadt. Eine Fahrt durch die Klongs zeigte das Leben am Wasser in der Millionenstadt.
Nun begann die Rundreise Richtung Norden. Erstes Ziel war die ehemalige Hauptstadt Siams, die 1776 von den Burmesen zerstört wurde: Ayuttaya. Weiter nach Sukothai, der ersten Hauptstadt des Königreiches, mit den beeindruckenden Tempelruinen aus dem 13. Jahrhundert.
Chiang Rai lernte die Gruppe per Fahrrad-Rikschas kennen. Beim chinesischen Neujahrsfest konnte mitgefeiert oder einer Travestie-Show auf einem der Hauptplätze der Provinzhauptstadt beigewohnt werden. Von Chiang Rai aus erkundete man den nördlichsten Teil Thailands mit dem berühmt, berüchtigten Goldenen Dreieck, in dem Myanmar, Laos und Thailand zusammenstoßen. Das Opium-Museum gab Einblicke in die Zeit des Drogenhandels. Bei einem Besuch zweier Bergvölker, den Yao und den Akha, konnten Kontakte geknüpft und die Lebensart dieser Stämme wahrgenommen werden. Der Besuch der School of Life, ein international gefördertes Projekt, welches in Thailand Kinder aus schwierigen Verhältnissen aufnimmt und betreut, war beeindruckend. Ein Berliner Professor hat dieses Projekt ins Leben gerufen, in dem AIDS-Waisen und Tsunami-Opfer ein neues zu Hause und Bildung erhalten.
Weiter Richtung Chiang Mai stand ein Elefanten-Camp auf dem Programm: Floßfahren durch den Dschungel, Elefanten bei der Arbeit zusehen und ein heißer Elefantenritt brachte Spaß, Einblicke und Nervenkitzel.
In Chiang Mai, der Rose des Nordens, wurde der Wat Doi Suthep Tempel, der hoch über der Stadt gebaut wurde, besichtigt. Ein Inlandsflug brachte die Gruppe zurück nach Bangkok.
Von dort ging es Richtung Westen nach Kanchanaburi zu der berühmten Brücke am Fluss Kwai, der eigentlich Khwae Yai heißt. Die Geschichte der Eisenbahnstrecke, deren Bau Tausenden von meist alliierten Gefangenen den Tod brachte, kann hier im Museum des Todes nachvollzogen werden. Eine Fahrt über die Todesstrecke war ein Erlebnis, da man nicht so schnell vergisst.
Auf dem River Kwai in Langschnabel-Booten dem Sonnenuntergang entgegenfahren ist ebenfalls ein besonderes Erlebnis, das noch durch ein Abendessen auf einem schwimmenden Restaurant mit Feuerwerk getoppt werden sollte. Ein Abend mit Gänsehautfeeling!
Der Spaziergang über die Brücke am Kwai am Morgen darauf wurde zu einer Begegnung der dritten Art: ein Zug kam ... ohne Verluste ging die Reise weiter zu den schwimmenden Märkten nach Damnuan Saduak. Alles, was das Herz begehrt, wird hier von den fahrenden Händlern per Boot feilgeboten ... Postkartenszenen für Fotografen. Nach dieser mit Höhepunkten angefüllten Reise, war es sehr erholsam, in Hua Hin, dem alten Königs-Badeort, noch ein paar Tage zu relaxen.
Thailand: Bhuddismus, König und Familie/ Gemeinwesen ... dies sind die drei Säulen, die dieses Schwellenland prägen ... und die Thais lächeln wirklich sehr häufig!




Pluspunkt
Lilienthalstr. 15
65205 Wiesbaden
Tel: +49 611 - 7242520
Fax: +49 611 - 7239831
Email: plus.punkt@gmx.net
pluspunkt-erbenheim.de

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